MUSÉE FABRE IN MONTPELLIER
Vortrag (dt.) von Matthieu Fantoni, Musée Fabre in Montpellier
In der Vorstellungsreihe von namhaften Museen aus Okzitanien in Kooperation mit dem Kurpfälzischen Museum stellt das Montpellier-Haus zum Jubiläumsjahr der Städtepartnerschaft das Musée Fabre in Montpellier vor. Es entstand 1825, als François-Xavier Fabre beschloss, der Stadt Montpellier die Kunstwerke zu schenken, die er während seines Exils in Florenz zusammengetragen hatte. Generationen von Spendern folgten seinem Beispiel, darunter Alfred Bruyas
(1821–1877), ein Freund von Cabanel, der Courbet nahestand und ein versierter Sammler von Delacroix war. Im 20. Jahrhundert wurde der Bestand des Museums um Werke von Frédéric Bazille und Künstlern der Gruppe „Support/Surface“ bereichert. Im Jahr 2005 erhielt es eine außergewöhnliche Schenkung von Pierre und Colette Soulages, so dass dort heute über 1.000 Werke zu sehen sind. Die Präsentation zeichnet die Geschichte dieses einzigartigen Museums bis in die Gegenwart nach.
Nach seinem Studium der Kunstgeschichte an der École du Louvre und der Universität Heidelberg war Matthieu Fantoni ab 2016 fünf Jahre lang im Bereich Denkmalschutz tätig. Seit 2024 ist er für die Sammlungen alter Kunst im Musée Fabre in Montpellier zuständig. Seine Forschungsschwerpunkte sind die französische Malerei vom 17. bis zum 19. Jahrhundert sowie deren Rezeption.